Zusammenfassung aktueller Stand

Einleitung

Das Ads Context Protocol (AdCP) hat in der Werbebranche großes Interesse und Diskussionen ausgelöst. Während es als Schritt zur Modernisierung der programmatischen Werbung für das KI-Zeitalter gelobt wird, gibt es auch Kritik in Bezug auf Machtverhältnisse und Transparenz. Hier eine kurze Zusammenfassung.


Was ist AdCP?

AdCP ist ein Open-Source-Protokoll, das die aktuelle programmatische Werbeinfrastruktur mit der aufkommenden “Agentic AI”-Ära verbindet. Es wird als “OpenRTB für die Agentic AI-Ära” beschrieben und ermöglicht es KI-gesteuerten Agenten, mit dem Mediaökosystem zu interagieren, ohne die Starrheit traditioneller Schnittstellen. Ziel ist es, Verbindungen bereitzustellen, damit Mediakäufer und Publisher ihre bevorzugten Tools nahtlos nutzen können.


Wichtige Akteure und Governance

  • Die Agentic Advertising Organization (AAO) überwacht die Governance von AdCP. Sie umfasst Industry Councils, Regional Chapters und Working Groups, um Brands, Agenturen, Publisher und Technologieanbieter zu vertreten.
  • Ein Interimsvorstand, dem bekannte Persönlichkeiten wie der ehemalige IAB-CEO Randall Rothenberg und Scope3-Gründer Brian O’Kelley angehören, ist bis zur Wahl eines 40-köpfigen Vorstands im April 2026 im Amt.
  • Zu den Gründungsmitgliedern gehören Ad-Tech-Unternehmen, Agenturen, Publisher und Vermarkter, was die breite Unterstützung der Branche unterstreicht.

Ziele und Vorteile von AdCP

  1. Demokratisierung von Tools: AdCP ermöglicht es Nutzern, spezifische Schnittstellen zu umgehen und ihre eigenen KI-gesteuerten Agenten für Medienplanung, -entdeckung und -einkauf zu verwenden.
  2. Verbesserte Effizienz: AdCP soll traditionell umständliche direkte Mediakäufe vereinfachen und einzigartige Datensätze oder kontextbezogene Möglichkeiten erschließen.
  3. Unterstützung für Publisher: AdCP soll Publishern helfen, ihre Bestände, einschließlich hochwertiger Angebote wie Sponsoring, für Werbetreibende besser auffindbar und wertvoller zu machen.
  4. Standardisierung: Die Unterstützer hoffen, durch die Schaffung einer universellen Sprache für KI-gesteuerte Werbung operative Ineffizienzen zu reduzieren.

Herausforderungen und Bedenken

  1. Transparenzprobleme:
    • Kritiker argumentieren, dass AdCP zwar die Kommunikation von Agenten standardisiert, aber nicht die Transparenz der von diesen Agenten ausgeführten Prozesse adressiert.
    • Es gibt Befürchtungen, dass Agentic Buying langjährige undurchsichtige Praktiken in der Branche aufdecken oder die Transparenz und Kontrolle verringern könnte.
  2. Fragmentierungsrisiko:
    • Konkurrierende Protokolle könnten den Markt fragmentieren und Käufer, Publisher und Anbieter zwingen, mehrere Technologien zu unterstützen.
    • Hier besteht die Notwendigkeit von Zusammenarbeit, um redundante Bemühungen und inkonsistente Implementierungen zu vermeiden.
  3. Akzeptanzbarrieren:
    • Publisher zögern aufgrund unklarer Vorteile und mangelnder technischer Expertise.
    • Frühe Tester, die sich mit Agentic Buying auseinandersetzen werden voraussichtlich am meisten profitieren.

Perspektiven für die Zukunft

  • Schrittweise Weiterentwicklung: AdCP kann als ein schrittweiser Fortschritt zur Modernisierung der Mediaplanung, des Einkaufs und der Optimierung gesehen werden, nicht als vollständigen Ersatz bestehender Systeme.
  • Kollaborative Standards: Organisationen wie das IAB Tech Lab betonen die Bedeutung der Erweiterung bestehender Standards (z. B. OpenRTB) um agentische Ebenen, um Skalierbarkeit und Interoperabilität zu gewährleisten.
  • Differenzierungsmöglichkeiten: Unternehmen könnten agentenbasierte Tools nutzen, um Zugang zu exklusiven Beständen, fortschrittlicher Optimierung und intuitiven Steuerungen zu bieten.

Fazit

AdCP stellt eine vielversprechende Weiterentwicklung in der Werbebranche dar, die darauf abzielt, KI-gesteuerte Agenten in das Mediaökosystem zu integrieren und Offenheit sowie Effizienz zu fördern. Herausforderungen wie Transparenzprobleme, Marktfragmentierung und Akzeptanzhemmnisse bleiben jedoch bedeutende Hürden. Zusammenarbeit und eine breitere Abstimmung der Branche werden entscheidend für den langfristigen Erfolg sein. Und ganz wichtig: testen und selbst Erfahrungen sammeln!

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